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Artikel
aus der Aargauer Zeitung vom 27.07.99 von Eddy Schambron
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"Mit
der Zeit werden die Arme im Seitenwagen lang "
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Off-Road-Training
und attraktive Passagierfahrten im Moto-Cross-Gespann auf einem abgemähten
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haben mit dem Motorrad abseits der Strasse und die eigene
Verkehrssicherheit erhöhen - in Alikon war dies wiederum auf einem abgemähten
Getreidefeld möglich. Es gab auch Taxifahrten im Moto-Cross-Seitenwagen.
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und Rückenpanzer, derbe Moto-Cross-Stiefel, Knie- und Ellenbogenschützer,
Handschuhe und natürlich Helm sind obligatorisch für alle, die sich
einmal als Passagier im Moto-Cross-Seitenwagen versuchen wollen. "Wir
gehen die Sache langsam an", ruft Chris Appert, früher aktiver
Cross-Fahrer, hinüber. In der Linkskurve gilt es, weit aus dem
Seitenwagen zu lehnen, in der Rechtskurve das Hinterrad des Motorrades zu
belasten. Durch die engen Kehren ist fleissiges Hin- und Herturnen
gegeben. Nach der ersten Runde auf der Off-Road-Strecke ob Alikon legt
Appert einen Zacken zu, die Wechsel von links nach rechts folgen
schneller, die Fliehkräfte werden stärker. Die zweite Runde ist noch
nicht zu Ende und schon geht der Atem keuchend, der Schweiss steht auf der
Stirn, die Arme werden lang und die Beine zittern. "Noch eine
Runde?", fragt Appert, aber unsereiner winkt ab: Moto Cross, das ist
jetzt klar, ist Hochleistungssport, der enorme Kraft und eine noch grössere
Ausdauer erfordert. Das Gespann hält an, die umstehenden Crössler
schauen wissend und lächelnd dem Passagier auf die Hände. Sie zittern
vor Anstrengung, der Atem geht stossweise. Einer sagt, dass die Strecke
1,6 Kilometer misst. Macht bei zwei Runden genau 3,2 Kilometer, die den
Schreiber schlapp gemacht haben.
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Verkehrssicherheit
erhöhen
"Mit
den Passagierfahrten ermöglichen wir Interessenten, den Moto-Cross-Sport
einmal hautnah selbst zu erleben", betont Chris Appert. Zusammen mit
Thomas Bütler, Auw, und den beiden Alikoner Bauern Werner Kaufmann und
Felix Villiger-Brunner organisiert er seit 1993 das Off-Road-Trainig in
Alikon. Jeder Motorradfahrer darf auf die Strecke auf dem abgemähten
Getreidefeld, und jedes Jahr nehmen rund 50 Fahrer und Fahrerinnen mit
ihren Enduros und Cross-Maschinen die Gelegenheit wahr, ihre
stollenbewehrten Fahrzeuge über die Naturpiste zu jagen. "Die
meisten Enduro-Fahrer haben keine Möglichkeit, ihre Fahrzeuge einmal
neben dem Asphalt zu bewegen", erklärt Thomas Bütler. "Mit dem
Off-Road-Training können sie es gefahrlos tun, was nicht nur Spass macht,
sondern auch der Beherrschung der Maschine und damit der
Verkehrssicherheit dient." Gerade letzteres ist auch der Grund,
weshalb die zwei Bauern jeweils ihr Land zur Verfügung stellen.
"Wenn hier einer hinfällt, bricht vielleicht ein Blinker ab. Auf der
Strasse aber kann dasselbe einen Spitalaufenthalt oder Schlimmeres nach
sich ziehen", bringt es Werner Kaufmann auf den Punkt.
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Rücksichtnahme
ist wichtig
Probleme
hat es mit dem Off-Road-Training in Alikon bisher weder mit den Anwohnern
noch mit der Gemeinde gegeben. "Die Veranstaltung ist von der
Gemeinde unter gewissen Auflagen, die wir strikt einhalten,
bewilligt", betont Appert. Es werden keine Rennen gefahren, die
Fahrer benötigen den für ihre Maschine nötigen Fahrausweis, und die
Enduros müssen eingelöst und verkehrs tauglich sein. Treibstoffumschlag
oder Ölwechsel auf dem Platz sind nicht gestattet. Gefahren wird zudem
nur, wenn kein Landschaden entstehen kann. Ein paar Spurrinnen stören
aber nicht: "Das Feld würde auch ohne das Training umgeackert",
erklärt Kaufmann. Das Off-Road-Training kommt praktisch ohne Werbung aus.
Vor allem Mund-zu-Mund-Propaganda bringt inzwischen jedes Jahr rund 50
Fahrer aus der ganzen Zentralschweiz nach Alikon. Man kennt sich, man
geniesst die familiäre Atmo- sphäre und die kleine Festwirtschaft, und
man achtet darauf, auch bei der Anfahrt zum Gelände rücksichtsvoll zu
sein und Anwohner nicht zu verärgern. Mit den 40 Franken, die jeder
Teilnehmer zahlt, begleichen die Organisatoren die Unkosten. "Das
Training muss nur selbsttragend sein", führt Appert aus, der mit
seinen Kollegen den Anlass einzig aus Freude an der Sache auf die Beine
stellt.
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